Bio-Individualität: Meine 5 wichtigsten Ernährungstipps

Gerade zum Jahresbeginn ist das Thema Ernährung in aller Munde. Überall findet man Werbung zu Diäten und Entgiftungsprogrammen. Vegan, Paleo, Low-Carb, glutenfrei und laktosefrei sind nur einige Begriffe, die in diesem Zusammenhang auftauchen. Und alles funktioniert. Aber auch nicht.

Der eine fühlt sich wohl, wenn er frühstückt wie ein König, der andere bringt am Morgen keinen Bissen runter. Wie kann es sein, dass jemand 15kg Körpergewicht mit einem Entgiftungsprogramm verliert, ein anderer mit demselben Programm jedoch um jedes Kilo kämpfen muss und sich anschliessend richtig mies fühlt, weil er das Gefühlt hat, versagt zu haben?

Die Antwort lautet Bio-Individualität. Laut dem Prinzip der Bio-Individualität gibt es keine Ernährungsform, die auf alle Menschen zutrifft. Jede Person hat andere Bedürfnisse, abhängig von Alter, Geschlecht, Stoffwechsel, Abstammung, Blutgruppe und der körperlichen Verfassung. Was dem einen gut tut, versursacht beim anderen Magenkrämpfe.

Als Integrative Nutrition Health Coach habe ich gelernt, dass es beim Thema Ernährung nicht darum geht, Kalorien oder Kohlenhydrate zu zählen. Es geht darum, auf den eigenen Körper zu hören und zu spüren, was dessen Bedürfnisse sind.

Gerne möchte ich dir meine wichtigsten 5 Punkte zum Thema Ernährung mit auf den Weg geben

  1. Koche so oft es geht selbst

Selbst zu kochen ist in meinen Augen einer der wichtigsten Punkte, wenn es um Ernährung geht. Fertigprodukte enthalten in der Regel sehr viele Konservierungsstoffe und selbst salzigen Saucen und industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln werden grosse Mengen an Zucker zugeführt. Durch das Kochen mit „ganzen Nahrungsmitteln“, sprich Nahrungsmitteln, die vorher möglichst wenig verarbeitet wurden, weisst du zukünftig ganz genau, was in deinen jeweiligen Mahlzeiten enthalten ist.

  1. Hochwertige Produkte

Ebenso wichtig ist es, dass du in deiner Ernährung auf möglichst hochwertige Produkte zurückgreifst. Unser Körper ist unser wichtigstes Instrument und verdient nur das Beste. Wichtig ist, dass diese regional und saisonal sind, um grosse Transportwege zu vermeiden. Bio-Qualität lohnt sich in meinen Augen bei Nahrungsmitteln immer, falls du aber nicht gleich deinen ganzen Einkauf auf Bio umstellen möchtest, empfehle ich dir die „Dirty Dozen“ sowie die „Clean Fifteen“ Liste, auf welcher Obst und Gemüse nach ihrer Pestizidbelastung aufgelistet sind.

  1. Esse nur, wenn du hungrig bist

Wer Hunger hat, der isst. Und wer keinen Hunger hat – isst oftmals auch. Zack, ist eine Tafel Schokolade weg, und das nur für den „Gluscht“. Daher ist es wichtig, möglichst nur zu essen wenn man Hunger hat. Somit fallen die kleinen Naschereien nebenbei höchstwahrscheinlich weg, die Nahrungsaufnahme wird wieder viel bewusster wahrgenommen und auch ein Stück Schokolade kann man wieder viel bewusster geniessen.

  1. Achte auf den Konsum von tierischen Produkten

Fleisch ja oder nein? Ein Thema, das immer wieder für hitzige Diskussionen sorgt. Ich kann jeden Vegetarier und Veganer absolut verstehen, der aus Rücksicht auf das Wohl der Tiere auf den Fleischkonsum verzichtet. Ausserdem ist es so, dass sich der heutige Fleischkonsum leider extrem negativ auf unsere Umwelt auswirkt. Und trotzdem hab ich ab und zu einfach Lust auf ein Stück Fleisch. Hier ist es wichtiger denn je, auf die Herkunft des Fleisches und jeglicher Art von tierischen Produkten zu achten. Bio und regional – am besten vom regionalen Bauer, der auf das Wohl der Tiere grossen Wert legt.

  1. Reduziere den Zuckerkonsum

Zucker ist heutzutage in fast allen Fertigprodukten zu finden. Ca. 2/3 unseres täglichen Zuckerkonsums nehmen wir unbewusst durch industriell verarbeitete Nahrungsmittel auf. Egal ob Tomatensauce, Brot, Mandelmilch oder Chips – Zucker ist allgegenwärtig. Selbst Fleisch wird mit Zucker konserviert und somit haltbar gemacht. Im Schnitt nehmen wir täglich ca. 25 Teelöffel Zucker zu uns – 6 Teelöffel täglich werden beispielsweise von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen. Auch hier lohnt es sich also sehr, auf Selbstgemachtes zu setzen und somit die Zuckerzufuhr zu kontrollieren.

Ernährung ist ein zentrales Thema unserer Gesellschaft. Die Unsicherheit ist gross, fast wöchentlich kommen neue Foodtrends auf, denen es zu folgen gilt. Diese Foodtrends möchte ich keinesfalls schlechtmachen, da sind oftmals viele neue Ideen und Inspirationen dabei. Ich möchte dich aber auffordern, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für dein Handeln und dein Wohlbefinden. Mach dich frei von gesellschaftlichen Zwängen und Ernährungsformen, und höre darauf, was dein Körper dir sagt. Lass deinen Ideen freien Lauf, kombiniere Paleo am Morgen mit vegan am Mittag und Low-Carb am Abend und achte darauf, wie dein Körper reagiert. Sei neugierig, probiere Neues aus und verliere nicht die Freude am Essen. Denn ich persönlich liebe es zu essen.

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